Tarot-Decks

Die heute gebräuchlichsten Tarot-Decks

In unserer heutigen Zeit ist die Auswahl an Tarot-Decks beinahe unüberschaubar. Viele Künstler der Moderne haben sich dem Tarot in eigenen Werken zugewendet und ihre eigene Interpretation des Tarot geschaffen. Für beinahe jede religiös-mystische Richtung gibt es eine heute Vielzahl an dazu passenden Tarot-Variationen.

Mit Beginn des zwangszigsten Jahrhunderts, nahm die Popularität des Tarot für die Menschen sprunghaft und überwältigend zu.

Ausgelöst wurde dieser Boom hauptsächlich durch die Veröffentlichung zweier von einander unabhängig entstandener Tarot-Decks: heute bekannt als das Raider-Waite-Tarot und das Crowley-Tarot. Diese beiden Tarot-Decks gehören auch heute noch zu den am meisten verbreitetesten.

Arthur Edward Waite - Bekannter Vorreiter des modernen TarotDas Raider-Waite-Tarot wurde geschaffen 1910 von Arthur Edward Waite zusammen mit der amerikanischen Künstlerin Pamela Colman Smith. Sie beide gehörten dem magischen Orden des „Golden Dawn“ an.

Das Raider-Waite-Tarot zeichnet sich durch seine durchgehende Einfachheit in der Darstellung und im Arrangement der verwendeten Symbole. Es ist in der Auswahl der verwendeten Farben sehr reduziert und wirkt beinahe comichaft. Was aber mit zu seiner großen Popularität geführt hat, ist der Umstand, dass auch die Zahlenkarten, die kleinen Arkanas des Taort szenenhaft illustriert sind. Traditionell wurden auf den Zahlenkarten bislang allein die Symbole zahlenmäßig passend dargestellt. Durch diese nun erzählerisch szenische Darstellung, öffnete dieses Tarot –Deck den Zugang zum Tarot für viele Menschen.

Aleister Crowles - Schöpfer des bekanntesten TarotDas Crowley-Tarot geht zurück auf die Arbeit des Magiers Aleister Crowley – auch er war Mitglied im Oder des „Golden Dawn“. Seine theoretische und sehr ausführliche Ausarbeitung des Tarot, bildete die Grundlage für die künstlerische Arbeit von Lady Frieda Harris. Erstmas 1944 wurden diese Karten in dem Buch „Thoth“, von Aleister Crowley veröffentlicht. Gedruckt und als Spielkarten erhältlich wurden Sie allerdings erst gut 25 Jahre später.

Das Crowley –Tarot zeichnet, im Gegensatz zum erstgenannten Raider-Waite-Tarot, seine Vielzahl an verwendeten Farben und Motiven aus. Viele Menschen beeindruckt noch heute die Bildersprache dieser Karten.

Éliphas Lévi - Möcnch uns Wissenschaftler des Tarot und der MagieBeiden Tarot-Decks ging allerdings auch die Arbeit eines Mannes voraus: Éliphas Lévi (eigentlich Alphonse Louis Constant, 1810 - 1875) war fest davon überzeugt, dass die Wurzeln des Tarot im Alten Ägypten lägen und zum Teil auch im alten Palästina, aufgrund einiger engen Verflechtungen von Tarot und Kabbala. Er beschäftige sich viele Jahre intensiv mit dem Tarot und der Magie und verfasste in dieser Zeit eine Reihe bedeutender Werke – eben diese sollten zur Auferstehung des Tarot für den heutigen modernen Menschen entscheidend mit beitragen.